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| 1. Zusammenfassung: Viele Menschen in privaten und öffentlichen Betrieben leben und arbeiten unter ihren Möglichkeiten. Sie nutzen ihre Fähigkeiten nicht oder nicht richtig. Sofern dies bewußt geschieht, bleiben sie hinter ihren Erwartungen zurück, haben ungute Gefühle in Bezug auf das, was sie tun und wie sie es tun. Latenter Stress, Druck, Unbehagen belastet sie. U. U. blicken sie neidvoll auf Menschen, die "es geschafft haben", oder sie quälen sich auf andere Art. Viele verdrängen diese Gegebenheiten, sofern sie überhaupt je bewußt waren. Da wird z.B. der Anspruch an sich selbst von vornherein so niedrig gesetzt, daß man ja nie auf die Idee kommt, auch noch etwas anderes, Schwierigeres zu können ("ich bin ja nur..."). Oder der Anspruch wird so hoch gesetzt, daß von vornherein klar ist: er kann ihn nicht erreichen. Das führt zu Niedergeschlagenheit, Verstimmung, Lustlosigkeit. In dieser Verfassung ist das tatkräftige Ergreifen von Möglichkeiten ziemlich unwahrscheinlich. In einem anderen Fall unbewußten Verhaltens ist es die Angst, die den Menschen hindert, wirklich das zu tun, was er will und kann. Häufig führt das dazu, daß die Schuld außen gesucht wird in widrigen Umständen, in Chefs, in Kollegen, die das Weiterkommen verhindern. Angst führt u. U. auch dazu, daß jemand sein Licht ständig unter den Scheffel stellt, sich klein macht, um ja nicht aufzufallen mit seinem Können. Wenn er es dann einmal nicht verhindern kann, begeht er unbewußt einen Fauxpas, um sich selbst auf diese Weise aus dem Rennen zu werfen. Was würde passieren, wenn all diese Menschen das leben würden, was sie sind ? |
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Die Vielfalt der Problemlage zeigt schon, daß es keine Allheilmittel geben kann. Menschen sind unterschiedlich. Die Ziele und Wege sind es ebenfalls. Das, was einen Menschen in einen Coaching-Prozeß hineinführt, ist häufig nicht das eigentliche Problem. Das liegt hinter den bewußten Schwierigkeiten verborgen. Und so ist auch die Zielsetzung häufig vordergründig mit Karriere-Machen, höherem Gehalt, besserem Job, weniger Stress benannt. Das eigentliche Ziel aber liegt verborgen dahinter. Und es liegt am Geschick und der Erfahrung des Coaches, dieses zu finden. Dieses verborgene Ziel ist sehr wichtig. Nach ihm muß sich der Coaching-Prozeß gestalten, um einen wirklich nachhaltigen Erfolg zu sichern. Häufig ist das ein Erfolg auf einer anderen Ebene: da geht es um Individuation, um Ganzheit beispielsweise oder um das Ausleben von Möglichkeiten, die ein Mensch sich aus irgendwelchen Gründen versagt. Die Gründe selbst sind dabei nicht so wichtig. Wichtig ist, daß er seine Möglichkeiten findet und lebt mit allen Konsequenzen. Dies ist das eigentliche Ziel. In Betrieben wird als Zielsetzung für die Mitarbeiterentwicklung häufig Leistungssteigerung, Stress-Abbau, Kreativität, Flexibilität u. ä. genannt. Das alles sind Nebeneffekte, die sich einstellen, wenn der Betroffene sich selbst befreit hat von dem, was ihn vielleicht lange Zeit ins Hintertreffen geführt hat.-Was immer das im einzelnen gewesen sein mag: ein befreiter Mensch ist ein lebendiger Mensch, in dessen Innern es tanzt, dessen Seele sich freut, da zu sein und zu gestalten, mitzugestalten im Reigen der anderen lebendigen Wesen. |
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3. Der Ablauf : |
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Ein Mensch, der einen solchen Prozeß durchlaufen hat, ist selbstmotiviert und leistungsstark. Er kennt seine Werte, nach denen er sich richtet. Er ist sich bewußt, wo er steht in der Welt. Er weiß, was seine Aufgabe ist, und wie er sie bewältigt. Und er ist bereit, sich neuen Anforderungen zu stellen. Sein inneres Gleichgewicht macht ihn stark, auch bei Rückschlägen immer wieder aus sich selbst heraus tatkräftig die Dinge anzugehen. Es bildet eine Quelle für einen steten inneren " Wertschöpfungsprozeß". Sein durch eigene Erfahrung gewonnenes Wissen um den Menschen geben ihm eine gute Grundlage für Kooperation, Teamwork und Führungsfunktionen. Sie vermitteln ihm eine besondere soziale Kompetenz i.w.S.. Das bedeutet auch, sich mit den Unternehmenszielen zu identifizieren (anderenfalls würde er sich trennen). Das heißt auch engagierter Einsatz für das Unternehmen sowie Durchsetzungsstärke im und für den Betrieb. |
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